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Aufträge

Transportkisten: packen, drucken, scannen

Kisten anlegen und etikettieren, Positionen beim Verladen zuordnen, die Packliste je Kiste drucken und mit einem Scan die ganze Kiste buchen.

Wer zum Einsatz packt, denkt in Kisten: die Kleinteile-Kiste, das Case mit den vier Scheinwerfern, die Kabelkiste. GearHarbour kennt diese Kisten als Transportkisten. Eine Kiste gehört dem Betrieb, überlebt jeden Auftrag und wird beim Packen zugeordnet: Auf der Packliste steht sie als eigener Abschnitt mit ihrem Code, und beim Verladen oder Zurücknehmen bucht ein einziger Scan des Kistencodes alles, was in ihr steckt.

Was eine Kiste ist – und was nicht

  • Eine Transportkiste ist Verpackung. Sie hat keinen Bestand, keine Reservierung, keine Wartung und keine Historie – sie sagt nur, was gerade zusammen fährt.
  • Soll eine Kiste selbst als Position im Auftrag herausgehen (ein Flightcase, das der Kunde mitnimmt), lege sie als Einzelobjekt an. Die Transportkiste ist dafür nicht gedacht.
  • Die Kiste ist an die Position eines Auftrags gebunden, nicht an das Produkt. Dasselbe Case kann heute die Scheinwerfer für Kunde A und morgen die Monitore für Kunde B fahren.
  • Der Code auf der Kiste ist je Betrieb eindeutig. Beim Scannen spielt Groß- und Kleinschreibung keine Rolle, Leerzeichen am Rand werden entfernt.

Kisten anlegen und etikettieren

  1. Öffne Einstellungen → Transportkisten. Dort siehst du alle Kisten deines Betriebs, auch die stillgelegten.
  2. Gib einen Namen („Kleinteile-Kiste 1“), den Code für den Aufkleber („KISTE-001“) und bei Bedarf eine Notiz ein – etwa Maße oder was üblicherweise hineingehört. Der Code darf im Betrieb nur einmal vorkommen.
  3. Mit „Etikett“ erzeugst du den Aufkleber über denselben Etikettenweg wie bei den Geräten: Name und Code als Barcode, mit deiner Etikettenvorlage. Klebe ihn gut sichtbar auf, gern auf zwei Seiten der Kiste.
  4. „Bearbeiten“ ändert Name, Code oder Notiz. Ändert sich der Code, drucke das Etikett neu – der alte Aufkleber trifft sonst keine Kiste mehr.
  5. „Stilllegen“ nimmt eine Kiste aus dem Spiel: Sie lässt sich nicht mehr zuordnen, ein Scan ihres Codes findet nichts, alte Aufträge zeigen sie aber weiter. „Freigeben“ holt sie zurück.

Positionen beim Verladen in Kisten legen

  1. Öffne den Auftrag und starte die Ausgabe (Scan-Ansicht). Jede Position der Packliste hat ein Feld „Kiste“ – standardmäßig „ohne Kiste“.
  2. Wähle je Position die Kiste, in der sie fährt. Die Zuordnung gilt nur für diesen Auftrag und lässt sich jederzeit ändern, auch bei einer bereits ausgegebenen Position.
  3. Positionen ohne Kiste bleiben, wie sie sind: einzeln verladen, einzeln gescannt. Du musst nicht alles in Kisten packen.
  4. Kommt eine Position aus einem Paket, gruppiert die Packliste sie sonst unter dem Paketnamen. Sobald du ihr eine Kiste gibst, gewinnt die Kiste – sie ist beim Verladen die Wahrheit, das Paket sagt nur, woher die Position kam.

Die Packliste (Belege → Packliste) druckt jede Kiste als eigenen Abschnitt: Kopfzeile mit Name und Code als Barcode, darunter die Positionen mit ihren Inventarnummern. Wer im Lager packt, hakt Kiste für Kiste ab; wer beim Kunden auspackt, sieht auf dem Blatt, was in welcher Kiste steckt.

Mit einem Scan die ganze Kiste buchen

  1. In der Scan-Ansicht der Ausgabe oder der Rückgabe steht über der Packliste das Feld „Kistencode scannen“. Scanne den Aufkleber der Kiste oder tippe den Code ein und bestätige mit „Kiste buchen“.
  2. GearHarbour löst die Kiste in ihre offenen Objekte dieses Auftrags auf: bei der Ausgabe alle Einzelobjekte in der Kiste, die noch im Lager stehen, bei der Rückgabe alle, die beim Kunden sind. Jedes wird einzeln über den normalen Scan-Weg gebucht – mit denselben Prüfungen wie ein Gerätescan (Sperrfristen, Zustand, Doppelbuchung).
  3. Ist nichts mehr offen, sagt die Ansicht „Diese Kiste ist leer.“ Das ist kein Fehler: Die Kiste ist fertig.
  4. Einzelobjekte ohne Barcode kann der Kistenscan nicht buchen. Die Ansicht nennt ihre Inventarnummern – buche sie von Hand über die Position.
  5. Kennt GearHarbour den Code nicht, prüfe den Aufkleber oder lege die Kiste in den Einstellungen an. Stillgelegte Kisten werden beim Scan ebenfalls nicht gefunden.

Rechte

  • Kisten sehen: Bestand lesen.
  • Kisten anlegen, ändern, stilllegen und Etiketten drucken: Objekte verwalten.
  • Positionen einer Kiste zuordnen und den Kistenscan nutzen: Aufträge bearbeiten.
Wie viele Kisten brauche ich?

So viele, wie du beklebst. Fang mit den Cases an, die immer wieder mit demselben Inhalt fahren – dort spart der Kistenscan am meisten Zeit. Ad-hoc-Kartons brauchen keine Kiste.

Kann eine Kiste in zwei Aufträgen zugleich sein?

Ja. Die Kiste hat keinen Bestand und keine Reservierung; die Zuordnung hängt an der Position des jeweiligen Auftrags. Willst du wissen, ob ein Case gerade unterwegs ist, lege es als Einzelobjekt an und gib es als Position mit heraus.

Was passiert mit der Zuordnung nach der Rückgabe?

Sie bleibt am Auftrag stehen – auf der Packliste eines alten Auftrags siehst du weiter, was in welcher Kiste fuhr. Für den nächsten Auftrag ordnest du neu zu.

Der Scan bucht nur einen Teil der Kiste – warum?

Der Kistenscan bucht jedes Objekt einzeln mit allen Prüfungen. Ein Objekt in Sperrfrist, mit Schaden oder ohne Barcode bleibt offen und wird genannt. Buche es über die Position von Hand, sobald der Grund geklärt ist.

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